Sport & Flüchtlinge

Ein Programm des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport


Sport ist für viele Geflüchtete der erste Schritt ins neue Leben

Der Sport spielt bei der Integration von Flüchtlingen eine wichtige Rolle. Das war der Tenor beim 5. Volltreffer, dem Sportdialog des Landessportbundes Hessen (lsb h), im Oktober in Frankfurt. Unter dem Motto „Sport und Flüchtlinge – was Hessens Sport zur Integration von Geflüchteten beiträgt" hatte die Dachorganisation des organisierten Sports in Hessen zu einer Podiumsdiskussion in die Räume der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung" eingeladen.

„Der Sport übernimmt zunehmend mehr Aufgaben im gesellschaftlichen und pädagogischen Bereich", war das Resümee von lsb h-Präsident Rolf Müller. So hätten zahlreiche Ehrenamtliche ihren Anteil dabei geleistet, die Neuankömmlinge willkommen zu heißen und ihnen beim Einleben zu helfen.

Generell, so Minister Beuth, ist die Flüchtlingswelle stark abgeebbt. Die Herausforderungen, darin war man sich auf dem Podium und unter den Gästen einig, sind dadurch nicht unbedingt weniger, aber andere geworden. So müsse es jetzt auch in den Vereinen um die nachhaltige Integration gehen.
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Landesprogramm "Sport und Flüchtlinge"

Das Landesprogramm „Sport und Flüchtlinge“ des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport in Zusammenarbeit mit der Sportjugend Hessen verfolgt das Ziel, hessische Städte und Gemeinden, die Sport- und Bewegungsangebote für Flüchtlinge initiieren, in ihrem Engagement zu unterstützen. Im Main-Taunus-Kreis nehmen aktuell die Gemeinden Bad Soden, Eppstein, Eschborn, Flörsheim, Hochheim, Hofheim, Kelkheim, Kriftel, Liederbach, Schwalbach und Sulzbach am Landesprogramm teil. Hier finden Sie die Sport-Coaches der Kommunen und einen Bericht vom 2. Regionaltreffen 2017 im Main-Taunus-Kreis.

Vernetzung zentrales Element

Das Programm knüpft an die Erfahrungen eines Modellprojektes der Sportjugend Hessen im Landessportbund Hessen an. Dabei hat sich gezeigt, dass die Vernetzung vor Ort für den Erfolg der Arbeit sehr wichtig ist. Diese Vernetzung übernehmen (ehrenamtliche) Sport-Coaches. Sie stellen den Kontakt zwischen den Flüchtlingen, der Asylbetreuung und den Sportvereinen vor Ort her und begleiten die Flüchtlinge in der ersten Zeit zu den Sportangeboten.

Der Einsatz von Sport-Coaches in der jeweiligen Stadt oder Gemeinde ist deshalb Voraussetzung für die Förderung durch das Programm.

Beteiligt sich eine Stadt oder Gemeinde an dem Programm, kann sie daraus Mittel zur Verfügung stellen für:

  1. den Einsatz von (ehrenamtlichen) „Sport-Coaches“, die den Kontakt zwischen Sportvereinen, Asylbetreuung, Flüchtlingsunterkünften und Flüchtlingen herstellen.
  2. Sportvereine und andere Organisationen, die sich für Flüchtlinge engagieren. Förderungsfähig sind:
    - Aufwandsentschädigung für Personen, die Sportangebote für Flüchtlinge anleiten sowie
    - Sachmittel für Sportangebote mit Flüchtlingen (insbesondere Sportkleidung, -material, Transportkosten).

Entsprechende Förderungen können Vereine bei ihrer Stadt oder Gemeinde beantragen, wenn die Gemeinde aus dem Programm Mittel zur Verfügung stellt. Die jeweilige Gemeinde entscheidet, wie das Geld vergeben bzw. aufgeteilt wird.

Die Förderrichtlinie des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport und die Antragsformulare für die Hessischen Städte und Gemeinden finden Sie hier. Antragsfrist für Neuanträge und Verlängerungen: 30.04.2018
Sie möchten im Programm als Sport-Coach mitarbeiten? Bitte sprechen Sie unsere Integrationskoordinatorin, Kathrin Zimmermann, Telefon: 06192 22957, Mail: info@sk-mtk.de, in der Servicestelle Sport an.

 
 
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