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veröffentlicht am 25.10.2019

Regionaltreffen im Landesprogramm Sport und Flüchtlinge

Interkulturelle ÜL-Ausbildung 2020

Regionaltreffen im Landesprogramm Sport und Flüchtlinge
Zum zweiten Mal luden die Sportkreise Main-Taunus und Hochtaunus gemeinsam zum Regionaltreffen im Landesprogramm Sport und Flüchtlinge ein. Kurzfristig war ein Wechsel des Veranstaltungsortes notwendig geworden - In der ursprünglich als Veranstaltungsort vorgesehenen Grundschule am Urselbach in Oberursel war eingebrochen worden, so dass externe Veranstaltungen nicht möglich waren. Die TuS Steinbach sprang ein und stellte ihr Kolleg zur Verfügung. Norbert Möller, Vorsitzender des Sportkreises Hochtaunus, betonte in seinen Begrüßungsworten vor den über 50 teilnehmenden Sport Coaches, Vertretern des Landratsamtes, der Kommunen und Sportvereine, die integrative Kraft des Sports.

Dank Unterstützung durch Ingrid Hasse, Kreisbeigeordnete des Main-Taunus-Kreises/Büro für Familien, Frauen, Gleichberechtigung und Integration, nehmen aktuell 11 der 12 Kommunen des Main-Taunus-Kreises am Förderprogramm teil. Abhängig von der Anzahl der untergebrachten Flüchtlinge erhalten sie eine pauschale Förderung zwischen 6.000 und 12.000 Euro. Seit diesem Jahr werden darüber hinaus Tandem-Sport Caoches mit Migrationshintergrund zusätzlich gefördert.

Die Integrationskoordinatoren beider Sportkreise planen für das kommende Jahr eine gemeinsame integrative Übungsleiterausbildung für Migrantinnen und Migranten. Annamaria Peter von der Sportjugend Hessen informierte über die Ausbildung, die von der Sportjugend durchgeführt wird. Sie umfasst einen Vorbereitungskurs über 2 Wochenenden, ein Sprachtraining zu sportspezifischer Sprache über 4 Wochenenden und die eigentliche Ausbildung über 10 Wochenenden. Diese spezielle Ausbildung nimmt sich wegen der sprachlichen Barrieren mehr Zeit als die reguläre Übungsleiterausbildung. Es werden zudem keine schriftlichen Hausarbeiten gefordert, stattdessen finden Hospitationen in Übungsstunden statt und im Rahmen eines Mentoring-Programms gibt es Unterstützung durch einen Ansprechpartner des anmeldenden Vereins.

Teilnehmer/innen sollten bei Lehrgangsbeginn im August 2020 17 Jahre alt sein, das deutsche Sprachniveau A2 beherrschen, Mitglied in einem Sportverein sein und bis zur sportpraktischen Abschlussprüfung im April 2021 an allen Lehrgangsabschnitten teilnehmen und die Teilnahme an den Hospitationen und einem Erste-Hilfe-Lehrgang nachweisen können. Die Ausbildung schließt mit dem Erwerb der Übungsleiter-C-Lizenz Breitensport ab. Dank der Förderung durch das Landesprogramm wird die Lehrgangsgebühr nur 57 Euro statt der sonst üblichen 450 Euro betragen. Alle Lehrgangseinheiten werden in Bad Homburg stattfinden.

Jetzt sind die Sport-Coaches, Vereinsvertreter und Ehrenamtliche und Mitarbeiter im Bereich Asyl gefragt, mögliche Teilnehmer anzusprechen und über die interkulturelle Übungsleiterausbildung zu informieren. Im Frühjahr 2020 wird eine Info-Veranstaltung für alle Interessenten angeboten. Fragen zum Landesprogramm und zur interkulturellen Übungsleiterausbildung für Migrantinnen und Migranten beantwortet unsere Integrationskoordinatorin, Kathrin Zimmermann, Telefon: 06192 22957, E-Mail: info@sk-mtk.de

Text + Foto: Kathrin Zimmermann
 
 
 
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