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veröffentlicht am 10.03.2021

Aktualisiert: Wichtige Fragen

Was sportlich derzeit möglich ist

Aktualisiert: Wichtige Fragen

Der Landessportbund Hessen e.V. informiert auf seinen Corona-Seiten:


Welche Regelungen gelten ab dem 8. März für den Sport?

Die nachfolgend aufgeführten sportspezifischen Vorgaben gelten in Hessen bis zum 28. März 2021.  Eine Kopplung an Inzidenzwerte oder andere Indikatoren wurde nicht vorgenommen. Damit herrscht Planungssicherheit. Voraussichtlich wird die Verordnung zum 29.3.2021 auf Grundlage der Beschlüsse der MPK am 22. März angepasst.
  • Freizeit- und Amateursport für über 14-Jährige und gemischtaltrige Gruppen
    Generell kann Freizeit- und Amateursport auf Sportanlagen im Freien oder in gedeckten Anlagen (Sporthallen, Schießsportanlagen, etc.) allein, mit dem eigenen Hausstand oder mit einem weiteren Hausstand bis zu einer Gruppengröße von höchstens fünf Personen stattfinden. Dazugehörige Kinder bis einschließlich 14 Jahren – also bis zum 15. Geburtstag – bleiben unberücksichtigt.

    Somit sind nunmehr auch Mannschaftssportarten in Kleingruppenformaten (etwa Tennis-Doppel, Beach-Volleyball) von bis zu fünf Personen aus zwei Hausständen zulässig, wenn diese sich während der Sportausübung mindestens in drei Meter voneinander entfernten Bereichen aufhalten und keine Durchmischung der einzelnen Gruppen erfolgt. Es darf also nicht mit wechselnden Partnern trainiert werden, die kurz zuvor Teil unterschiedlicher Kleingruppen waren.

    Übungsleiter*innen, Trainer*innen und Betreuer*innen werden bei der Höchstpersonenzahl nicht berücksichtigt und dürfen den Mindestabstand zu den Sportlern während der Sportausübung zu Trainings- oder Betreuungszwecken (Hilfestellung bei Übungen o.ä.) unterschreiten. In Mannschaftssportarten dürfen pro Mannschaft bis zu zwei zusätzliche Übungsleiter*innen, Trainer*innen bzw. Betreuer*innen anwesend sein.

    Der Trainingsbetrieb muss so organisiert werden, dass jederzeit, auch vor und nach der Trainingseinheit, eine Trennung der Kleingruppen und deren Betreuer/ Eltern gewährleistet werden kann. Dies schließt auch wartende Eltern und Betreuer ein. Entsprechende Hilfsmittel (Infotafeln, Absperrungen, Flipcharts, Aushänge der Trainingsorganisation) sollten genutzt werden und die Zuwegung auf und von der Sportanlage entsprechend organisiert werden.

    Das Hygienekonzept des Sportstättenbetreibers muss ferner so angelegt sein, dass die Gruppen auch vor und nach dem Training sich nicht durchmischen und Umkleiden und Duschen auch nur in den zulässigen Gruppen und Abständen zueinander nutzen. Es wird empfohlen, auf die Nutzung von Umkleiden und Duschen möglichst zur verzichten.

    Das Erteilen von Unterricht in Individualsportarten gemäß den Vorgaben für den Sportbetrieb auf Sportanlagen ist zulässig (Reitunterricht, Tennistraining und ähnliches). Ein Tennis-, Golf-, Reit-, Segel-, Turn- oder Gymnastiklehrer kann etwa bis zu vier Geschwistern oder weiterhin einem Schüler Unterricht erteilen. Es findet zudem keine Unterscheidung zwischen kontaktlosen und Kontaktsportarten statt. Karate, Ringen oder Judo sind zulässig, sofern mit einem festen Partner trainiert wird und während der Sportausübung zu anderen Sporttreibenden stets ein Abstand von mindestens drei Metern gehalten wird. Dies gilt immer mit den oben genannten Auflagen für den Personenkreis. Auch Personal Training, das maximal zwei Hausständen bis zu einer Gruppengröße von höchstens fünf Personen umfasst, darf angeboten werden. Zu diesem Zweck können auch Sportanlagen (nun auch Fitnessstudios unter den geltenden Regelungen) genutzt werden.
     

  • Sonderregelungen für Freizeit- und Amateursport für Kinder bis einschließlich 14 Jahre
    Kindern bis einschließlich 14 Jahren, also bis zum 15. Geburtstag, ist zudem – unabhängig von der Zahl der Hausstände – der Sport auf ungedeckten Sportanlagen (im Freien) in Gruppen unabhängig von der Personenzahl erlaubt. Mannschaftssportarten wie Fußball, Hockey, Faustball oder andere sind daher für diese wieder möglich, sogar mit Kontakt. Pro Mannschaft dürfen bis zu zwei Personen (Trainer bzw. Betreuer) anwesend sein. Es wird insbesondere in diesem Bereich dringend empfohlen, die Umkleiden nicht zu nutzen. Die Eltern sollten ihre Kinder zum Training abgeben und sich während des Trainings möglichst nicht auf dem Sportgelände aufhalten. Es gelten diesbezüglich die allgemeinen Kontaktverbote laut Verordnung, Gruppenbildungen ohne Abstand sind in jedem Fall untersagt. Es wird zudem empfohlen, keine Spiele (Pflicht- oder Freundschaftsspiele) auszutragen, sondern lediglich Mannschaftstraining durchzuführen.

  • Der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports ist gestattet, sofern diesem ein umfassendes Hygienekonzept zugrunde liegt und allgemeine Hygieneregeln eingehalten werden. Genaueres regelt ein Erlass vom 3. November 2020. Zuschauer sind nicht gestattet.
     
  • Rehabilitations- oder Funktionstraining im Sinne medizinisch verordneter Bewegung ist zulässig.  Er unterliegt nicht dem in der Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkung ausgesprochenen Verbot, da es sich um medizinische Maßnahmen (Rehabilitations- und Funktionsmaßnahmen) handelt. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung wird dringend empfohlen soweit das Angebot nicht in öffentlich zugänglichen Gebäuden stattfindet, in denen eine solche Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung herrscht. Des Weiteren ist aus Sicherheitsgründen ein Hygienekonzept zu erstellen.
     
  • Auch für die Sportausübung im öffentlichen Raum gilt die allgemeine Personenbeschränkung. Danach ist eine Sportausübung im öffentlichen Raum lediglich alleine, mit den Angehörigen des eigenen Hausstands oder eines weiteren Hausstandes bis zu einer Gruppengröße von höchstens fünf Personen über 14 Jahren gestattet. Zu den beiden Haushalten zählende Kinder bis einschließlich 14 Jahre bleiben unberücksichtigt. So können bspw. zwei Elternpaare mit einem über 14-Jährigen und beliebig vielen zu den beiden Hausständen gehörenden Kinder unter 15 Jahre gemeinsam Sport treiben. Bei Begegnungen mit anderen Personen bzw. Gruppen ist im öffentlichen Raum ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.
     
  • Der Trainingsbetrieb der DLRG Hessen zum Zwecke der Wasserrettung ist von dem Verbot des allgemeinen Trainings- und Wettkampfsports nach § 2 Abs. 1a CoKeBeV ausgenommen. Die Wasserrettung besitzt eine sehr wichtige Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit drohen. Ausschließlich für diesen Zweck darf das spezielle Schwimmtraining der DLRG zur Aufrechterhaltung der Fitness im Wasser, auch das Trainieren von funktional- technischen Fähigkeiten, wie beispielsweise das sichere Retten aus dem Wasser durch bestimmte Abschlepptechniken, durchgeführt werden. Der Sportbetrieb der DLRG Hessen ist jedoch nur dann zulässig, sofern diesem ein umfassendes Hygienekonzept zugrunde liegt und die Empfehlung des Robert-Koch-Instituts zur Hygiene beachtet werden.
     

Müssen Vereins- und Versammlungsräume geschlossen bleiben?

Vereins- und Versammlungsräume auf Sportanlagen und ähnliches sind grundsätzlich geschlossen. Für zulässige Veranstaltungen im Sinne der Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung können Vereinsversammlungsräume geöffnet werden.

Hinweis: Mitgliederversammlungen mit persönlicher Teilnahme können gemäß der geltenden Verordnung und den dazugehörigen Auslegungshinweisen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen nur dann stattfinden, wenn ein besonderes öffentliches Interesse sowie die Genehmigung der zuständigen Behörde gegeben sind. Insbesondere vor dem Hintergrund der bis zum 31.12.2021 geltenden gesetzlichen Alternativen zur Durchführung von Mitgliederversammlungen geht der Landessportbund Hessen davon aus, dass bei Mitgliederversammlungen von Sportvereinen kein besonderes öffentliches Interesse gegeben ist und daher derzeit keine Mitgliederversammlungen im Präsenzformat stattfinden können. Mehr Informationen finden Sie in unseren rechtlichen Fragen.

Ist Schwimmsport möglich?

Sämtliche Schwimmbäder, Freibäder, Badeseen, Thermalbäder, Saunen und ähnliche Einrichtungen sind für den Publikumsverkehr seit dem 2. November geschlossen.

Zulässig ist jedoch die Nutzung für:

  • Spitzen- und Profisport
  • Schulsport
  • Rehabilitationssport und Funktionstraining im Sinne des SGB IX.
  • Trainingsbetrieb zur Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit der in der Wasserrettung aktiven Organisationen (bspw. DLRG Hessen und DRK Wasserwacht).
  • Schwimmunterricht und organisiertes Schwimmtraining von Schwimmvereinen und Schwimmschulen (beispielsweise zur Erlangung des Seepferdchens oder eines Deutschen Schwimmabzeichens) unter Einhaltung der Regeln des § 2 Abs. 2 der CoKoBeV. D.h. es gelten die gleichen Regelungen wie beim sonstigen Sportbetrieb: Schwimmtraining darf allein, mit dem eigenen Hausstand oder mit einem weiteren Hausstand bis zu einer Gruppengröße von höchstens fünf Personen stattfinden. Dazugehörige Kinder bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren –, also bis zum 15. Geburtstag, bleiben unberücksichtigt.

Allgemeine Kurse im Schwimmbad (Aqua-Jogging, Aqua-Cycling, etc.) sind nicht gestattet.

Der Trainingsbetrieb ist nur dann zulässig, sofern diesem ein umfassendes Hygienekonzept zugrunde liegt und die Hygieneregeln eingehalten werden.

Können Fitnessstudios genutzt werden?

Die Öffnung von Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen ist ab dem 8. März zulässig wenn sichergestellt wird, dass

  • Besuche nur nach vorheriger Terminvereinbarung stattfinden,
  • nur eine Person je angefangene 40 Quadratmeter Trainingsfläche eingelassen wird,
  • ein umfassendes Hygienekonzept zugrunde liegt und
  • Name, Anschrift und Telefonnummer der Besucherinnen und Besucher ausschließlich zur Ermöglichung der Nachverfolgung von Infektionen von der Betreiberin oder dem Betreiber erfasst werden.

Auch in den Fitnessstudios ist gemeinsames Training und auch Personal Training nur unter Beachtung der für alle Sportsstätten gültigen Regelungen möglich. Es dürfen daher auch dort nur maximal 5 Personen aus zwei Hausständen ohne Abstand in Kleingruppen trainieren. Die Kleingruppen / Einzelpersonen müssen dann wiederum 3 Meter Abstand zur jeweils nächsten Gruppe halten. Eine Durchmischung der Kleingruppen darf nicht erfolgen. Hat ein Fitnessstudio also eine Fläche von 300qm, dürfen höchstens 8 Personen in das Studio und diese müssen während des Trainings unter Beachtung der KleingGruppengrößen während der Sportausübung einen Abstand von mindestens 3 Metern einhalten.  

Unter der Trainingsfläche sind alle normalerweise für den Publikumsverkehr zugänglichen Flächen zu verstehen, wie beispielsweise Gänge, Treppen, Empfang, Umkleiden, Kunden-Toiletten (vgl. § 11 Abs. 3 BauNVO). Abzugrenzen ist die Trainingsfläche von beispielsweise Büro- und Sozialräumen, Pkw-Stellplatzflächen sowie von Lagerflächen. Saunen und Schwimmbäder u.ä. sind geschlossen und dürfen nicht zur Trainingsfläche hinzugerechnet werden.

Welche Vorgaben gelten für weitläufige Sportanlagen (Golfplätze, Tennishallen, etc.) bzw. Outdoor-Bewegungsangebote?

Indoor-Sportanlagen dürfen von höchstens von zwei Hausständen mit bis zu einer Gruppengröße von höchstens fünf Personen genutzt werden. Dazugehörige Kinder bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren bleiben hierbei unberücksichtigt.
Weitläufige gedeckte Sportanlagen (Tennishallen, Kartbahnen, Mehrfelderhallen) oder weitläufige Sportstätten im Freien wie z. B. Sportplätze, Leichtathletikstadien, Tennisanlagen, Golfplätze oder Reitplätze dürfen gleichzeitig von mehreren
  • Individualsportlich aktiven Personen oder
  • Kleingruppen bestehend aus
    • dem eigenen Hausstand oder
    • eines weiteren Hausstandes bis zu einer Gruppengröße von höchstens fünf Personen stattfinden (dazugehörige Kinder bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren bleiben unberücksichtigt)
genutzt werden, wenn sie sich während der Sportausübung in mindestens 3 Meter voneinander entfernten Bereichen aufhalten. Eine konkrete Festlegung kann nur der Sportstättenbetreiber treffen, denn die individuelle Regelung ist von mehreren Faktoren (Zugang zur Sportstätte, Frischluftzufuhr, Raumluftsituation, Abtrennungsmöglichkeiten, etc.) abhängig. Die konkrete Festlegung muss die vorherrschenden Abstandsregeln berücksichtigen und sollte in einem Hygienekonzept hinterlegt sein.
Es muss gewährleistet sein, dass keine Durchmischung der einzelnen Personengruppen erfolgt. Voraussetzung hierfür ist, dass sich die unterschiedlichen Personengruppen keine Umkleiden und Sanitäreinrichtungen teilen und sich auch ansonsten nicht begegnen, sodass die Abstandsregeln in jedem Falle eingehalten werden.

Outdoor-Fitnessparks, Bewegungsinseln oder andere frei zugängliche Sportgeräte bzw. -anlagen dürfen genutzt werden, wenn die Regelungen für Aufenthalte im öffentlichen Raum, allgemeinen Abstandsgebote und Hygienevorgaben in jedem Fall eingehalten werden. Kinder bis einschließlich 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Ansprechpartner für die Anlagen wie etwa Bewegungsinseln sind die Kommunen bzw. Betreiber.

Weitere Infos:
Corona-Seiten des Landessportbundes Hessen e.V.
FAQs
 
 
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