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veröffentlicht am 23.04.2021

Bundesnotbremse

Was im Sport jetzt noch möglich ist

Bundesnotbremse

Die Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wirken sich in beträchtlicher Art und Weise auch auf den Sport aus. Ab dem 23. April wird es dabei noch komplizierter: Liegt die Sieben-Tages-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt drei Tage in Folge über 100, greift die neu ins Infektionsschutzgesetz aufgenommene "Bundesnotbremse", die auch starke Einschränkungen für den Sport bedeutet.

Liegt die Sieben-Tages-Inzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt unter 100, gelten weiterhin die von der Hessischen Landesregierung am 12. April erlassenen Regelungen der Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung. Diese ermöglichen gegenüber der "Bundesnotbremse" zumindest ein gewisses Mehr an Sport.
 

Bundesnotbremse - Regelungen bei 7-Tage-Inzidenz über 100

Die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes vom 22. April 2021 können hier eingesehen werden.

Erst einmal ist es wichtig zu verstehen, ab wann die Notbremse gilt. Im entsprechenden Gesetz heißt es dazu:
"Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die durch das Robert Koch-Institut veröffentlichte Anzahl der Neuinfektionen mit dem Corona-virus SARS-CoV-2 je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) den Schwellenwert von 100, so gelten dort ab dem übernächsten Tag die folgenden Maßnahmen."
Heißt: Liegt der Wert am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag über 100, gilt die Notbremse ab Samstag. Das heißt, die Regelungen greifen frühestens ab Samstag, 24. April.

Außer Kraft tritt die Notbremse wieder, wenn "in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt ab dem Tag nach dem Eintreten der Maßnahmen (...) an fünf aufeinander folgenden Werktagen die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 100" unterschreitet. 

Welche Regelungen für den Sport gelten in Kreisen/kreisfreien Städten ab einer 7-Tage-Inzidenz über 100?

  • Personen ab Vollendung des 14. Lebensjahres: Es ist lediglich kontaktloser Individualsport allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands möglich.
     
  • Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres: Über die oben genannte Regelung hinaus dürfen Kinder kontaktlosen Sport im Freien in Gruppen von höchstens fünf Kindern ausüben.
    Achtung! Im Gesetz heißt es ergänzend: "Anleitungspersonen müssen auf Anforderung der nach Landesrecht zuständigen Behörde ein negatives Ergebnis einer innerhalb von 24 Stunden vor der Sportausübung mittels eines anerkannten Tests durchgeführten Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen."
    Die „nach Landesrecht zuständige Behörde“ ist immer das jeweilige kommunale Gesundheitsamt. Wie genau die Vorgabe zum Testen von diesem ausgelegt wird, kann also regional variieren. Der Landessportbund kann demnach keine Empfehlungen abgeben. Mehr allgemeine Hinweise zum Thema Testen finden Sie unter dem Punkt "Testangebotspflicht für Arbeitgeber im Sport".
     
  • Berufs-und Leistungssportler/innen der Bundes- und Landeskader: Individual- und Mannschaftssportarten ist im Rahmen des Wettkampf- und Trainingsbetriebs möglich, wenn
    a) die Anwesenheit von Zuschauern ausge-schlossen ist
    b) nur Personen Zutritt zur Sportstätte erhalten, die für den Wettkampf- oder Trainingsbetrieb oder die mediale Berichterstattung erforderlich sind
    c) angemessene Schutz- und Hygienekonzepte eingehalten werden

Welche Regelungen gelten für Sportanlagen und Sporträume bei eienr 7-Tage-Inzidenz von über 100?
 

Laut Infektionsschutzgesetz ist die Öffnung von Einrichtungen wie Badeanstalten oder Fitnessstudios untersagt. Sporthallen und -plätze werden hier nicht aufgeführt.

Der öffentliche Raum kann für den Individualsport selbstverständlich genutzt werden. Mit Blick auf die "Ausgangssperre", laut der ein Aufenthalt von Personen außerhalb einer Wohnung oder dem jeweils dazugehörigen befriedeten Besitzt von 22 Uhr bis 5 Uhr des Folgetags untersagt ist, gibt es sogar eine Ausnahme für sportliche Betätigung: Demnach ist eine allein ausgeübte körperlichen Bewegung im Freien (nicht aber auf Sportanlagen) zwischen 22 und 24 Uhr erlaubt.


Landesregelungen bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100

 

 

 
 
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