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veröffentlicht am 06.07.2022

75 Jahre Sportkreis-Main-Taunus

Eine Erfolgsgeschichte

75 Jahre Sportkreis-Main-Taunus
Nachdem der 1. Juli zunächst kühl und regnerisch startete, strahlte passend zum Beginn der Feierlichkeit die Sonne. Dementsprechend gut gelaunt trafen dann auch gegen 17.30 h die ersten Gäste in das fröhlich-festlich eingedeckte Casino des Landratsamtes in Hofheim ein.

Hans Böhl, Vorsitzender des Sportkreis Main-Taunus (SK), begrüßte die Gäste und schlug in seiner Eröffnungsrede ein Rad von der Gründung des SK 1946 durch Vertreter verschiedener Vereine, allen voran Georg Eberhardt, FV 08 Neuenhain, bis zur heutigen Zeit. Den Gründungsvätern sei es zu verdanken, dass die sportlichen Aktivitäten gefördert und die Vereine bei ihren Aufgaben unterstützt wurden. Bereits in den 1960er Jahren haben die Vereine die Familien in den Blick genommen – es begann die Ära der Trimm-Dich-Pfade. In dieser Zeit wurde auch mit dem Bau der Kreissporthalle begonnen, die im Oktober 1967 feierlich eröffnet wurde.

Ab 1975 übernahmen die Vereine zunehmend gesellschaftspolitische Aufgaben – es galt die vielen Fremdarbeiter zu integrieren. Diese Aufgabe besteht bis heute. So auch in den 1989er Jahren, in denen es um die Integration der Spätaussiedler ging, in den 2015er Jahren in denen viele Menschen aus den Kriegsgebieten zu uns kamen und – ganz aktuell – in 2022 im Rahmen der ukrainischen Flüchtlingshilfe. Sport spricht eine Sprache, ist offen für alle Nationalitäten und verbindet die unterschiedlichsten Religionen und Gesellschaftsschichten.

Auch künftig gilt es sich Herausforderungen zu stellen wie die Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie und der sich abzeichnenden deutlichen Erhöhung der Energiekosten für die Vereine. In diesem Zusammenhang bedankte er sich noch einmal ausdrücklich für die finanzielle Unterstützung durch den Landessportbund Hessen (lsbh), der Landesregierung und den Main-Taunus-Kreis (MTK). Ihn freue es darüber hinaus ganz besonders, dass im diesem Jahr der Baubeginn für das Main-Taunus-Bad erfolgte, das auch von den Vereinen genutzt werden kann.

Diese Freude teilte auch die Erste Kreisbeigeordnete Madlen Overdick, die dieses Bauvorhaben als „zentrales Großprojekt“ im MTK betitelte, zu dem auch die Expertise von Vereinen aus dem Kreis eingeholt wurde. Sie betonte den hohen Stellenwert von Sport und Ehrenamt und hob weiterhin die sehr gute und zeitnahe Unterstützung der Vereine durch den SK hervor. Dies habe sich insbesondere in Zeiten der Corona Pandemie gezeigt. Ihr Dank galt dem Vorstand des SK für das tolle Engagement und den Vereinen, die „den Laden am Laufen gehalten haben.“

Auch Staatsminister Axel Wintermeyer betonte in seiner Rede, dass der SK Main-Taunus wichtige Verantwortung und zentrale Aufgaben für das Gemeinwesen übernimmt. „Was wäre der Sport ohne die Sportkreise, die Vereine und den Landessportbund Hessen?“ Nicht nur, dass der SK als sportliche Interessenvertretung auch der Politik gegenüber fungiere, betreue er auch rund 210 Vereine mit über 77.000 Mitgliedern. Er sei Dienstleister für die Vereine und bietet darüber hinaus auch Fort-und Weiterbildungen an. Ein Großteil dieser Arbeit – wie auch die Vereinsarbeit - wird ehrenamtlich geleistet. Darauf sei er stolz und sprach allen Beteiligten seinen besonderen Dank aus.

Eine der großen Aufgaben von lsbh und SK, von Vereinen und vom Land sei es, die Einwohner des MTK in die Vereine zu integrieren. „Corona hat gespalten und einsam gemacht.“ Dies zeige sich auch in dem Mitgliederschwund der 7.600 hessischen Vereine von rund 69.000 Mitgliedern in den letzten 2 Jahren. Eine weitere große Herausforderung seien die steigenden Energiekosten. Dies beträfe insbesondere die 3 Hallenbäder im Kreis. Er sei sich jedoch sicher, dass gemeinsam mittelfristig die Auswirkungen der letzten Jahre im MTK bewältigt werden können. Abschließend übergab er einen Förderbescheid des Landes, der von Hans Böhl freudig und mit einem herzlichen Dankeschön entgegen genommen wurde.

Als letzte Rednerin gratulierte die neu gewählte Präsidentin des lsbh, Juliane Kuhlmann in einem ihrer ersten Termine in dieser Funktion. Sie betonte wie wichtig der Sport für die Gesellschaft ist. Dies habe sich besonders in den herausfordernden Zeiten von Corona, aber auch in den schwierigen Zeiten der Gründung des SK gezeigt. Die Sportkreise seien wichtige Bindeglieder zwischen dem lsbh und den Vereinen. Gerade in dieser herausfordernden Zeit, in der es um die Bewältigung der Auswirkungen der Corona Pandemie, sowie den ökonomischen und sozialen Folgen des Ukrainekrieges gehe, sei es die Aufgabe des lsbh die Vereine, Sportkreise und Verbände zu unterstützen.

So habe sich das neugewählte Präsidium als wichtigste Aufgabe die Stärkung der Vereine und Mitgliedsorganisationen auf die Fahnen geschrieben. Aber auch das Thema „Digitalisierung“ mit gemeinsamen Schnittstellen und einer damit verbundenen Arbeitserleichterung, sowie die Förderung des Nachwuchsleistungssports, auch mit Blick auf eine Vorbildfunktion, stehen auf der Agenda. Der lsbh verstehe sich als „lernende Organisation“, bei der es gilt weiterhin neue Entwicklungsprozesse anzustoßen und mit den Vereinen, Sportkreisen und dem neu gewählten Präsidium voranzutreiben.
Ihr besonderer Dank galt Hans Böhl, dem gesamten Vorstandsteam und allen Vereinen für ihr Engagement und sie versprach, wenn sie so lange im Amt bleiben dürfe wie ihr Vorgänger, dann würde sie auch noch unser 100jähriges Bestehen mit uns feiern!

Im Anschluss wurden für ihre langjährige Mitarbeit im Sportkreisvorstand die stellvertretende Vorsitzende Claudia Michels, Hattersheim - seit 2009, die auch zuständig ist für den Bereich Sport und Bewegung ist, Gabriele Scholze-Kurz, Hochheim - seit 2009, zuständig für den Bereich Finanzen, Umwelt und Sportstätten-Entwicklung, Ursula Groth, Zeilsheim - seit 2012, Öffentlichkeitsarbeit und Stefan Natterer, Zeilsheim - seit 2015 zuständig für den Bereich Sportabzeichen von Juliane Kuhlmann und Hans Böhl geehrt.

Für angenehme „Unterbrechungen“ des offiziell Teils des Abends sorgten mit musikalischer Untermalung die jungen Musiker der Eichendorffschule aus Kelkheim unter der Leitung des Fachbereichsleiter Rüdiger Amann (Benedikt Amann, 1. Violine, Larisa Dzinic, 2. Violine, Tobias Dierl, Viola, Laetitia Helmich, Violoncello). Coole Moves - eine imponierende Demonstration von körperlicher Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit, die die Gäste mitriss, zeigte die Breakdance Gruppe des TSC Fischbach rund um ihren Trainer Samir Mesbah (Tayfun Senol, Emre Akdere, Lennard Dolezalek-Frese).
Blitzschnelle Bewegungen, cleveres Taktieren und wohlgezielte Treffer unter Einsatz von (Trainings-) Messer und Stock in den Disziplinen Selbstverteidigung, Wettkampfsport und Wurftechnik zeigte das Ju-Jutsu Fighting Team des JC Hofheim rund um ihren Trainer Ernst Golla (Noah Teichmann, Finn Griesche und Enya Bresch).

Gut gelaunt und bestens versorgt mit kreativem Fingerfood (Küchenteam Casino) ließen die Gäste und alle Beteiligten sodann diesen wunderschönen Abend sowohl im Casino, als auch auf der Terrasse bei untergehender Sonne und Blick in den Taunus, ausklingen.

Text: Claudia Michels
Fotos: Sabine Klein

 

Bildergalerie

75 Jahre Sportkreis Main-Taunus 01.07.22

Mit einem Jahr Verspätung konnten wir am 1. Juli 2022 unser 75. Jubiläum feiern. Wir bedanken uns bei allen Gästen, Sportlern und Musikern für den schönen Abend mit netten Gesprächen und dem einen oder anderen Wiedersehen nach vielen Jahren.

Fotos: Sabine Klein

 

 
 
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