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veröffentlicht am 15.03.2014

Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen fördern Kinder und Jugendliche

Informationaustausch in Kriftel wurde positiv bewertet

 


Sportkreisvorsitzender Hans Böhl informiert die Interessierten über die Möglichkeiten der Kooperation zwischen Schulen und Sportvereinen.





Wolfgang Kollmeier, Erster Kreisbeigeordneter, erläuterte die Förderung des Sports im Main-Taunus-Kreis. Fotos: Marion Polydore
 

Unter dem Motto „Schule und Verein – Förderung von Kindern und Jugendlichen durch Sport“ hatte Sportkreisvorstandsmitglied Ursula Groth eine entsprechende Veranstaltung organisiert, um die Kooperationen zwischen Sportvereinen und Schulen zum Ausbau der Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen weiter zu stärken und den Informationsaustausch über Fördermöglichkeiten zu ermöglichen. Sportkreisvorsitzender Hans Böhl eröffnete den Abend des Sportkreises Main-Taunus, der Mitte Februar 2014 in der Konrad-Adenauer-Schule in Kriftel stattfand. Böhl beleuchtete die Auswirkungen, die die Verlängerung der Schulzeit auf die sportlichen Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen hat und die entsprechenden Folgen für die Sportvereine.

Förderung durch den MTK
Wolfgang Kollmeier, Erster Kreisbeigeordneter erläuterte den zahlreichen Interessierten aus Schulen und Sportvereinen die Leistungen des Main-Taunus-Kreises für den Kinder- und Jugendsport. Sowohl die Sanierungen und Neubauten der Schulsporthallen, die finanzielle Förderung der Vereine als auch die Unterstützung der Kooperation an den Grundschulen zwischen Schule und Verein stehen im Mittelpunkt der Aktivitäten des Main-Taunus-Kreises.

Talentsuche – Talentförderung
Horst Emrich, Schulsportkoordinator im Main-Taunus-Kreis, stellte das Landesprogramm „Talentsuche - Talentförderung" vor, das ein Kooperationsprogramm des Hessischen Kultusministeriums und des Landessportbundes Hessen ist. Es soll dazu beitragen, in Zusammenarbeit von Schulen und Sportfachverbänden sowie deren Vereine den Einstieg in leistungssportliches Training für Kinder zu erleichtern und pädagogisch verantwortungsbewusst zu gestalten.

Landesprogramm „Schule und Verein“
Dr. Frank Obst, zuständig im Landessportbund Hessen für den Bereich Schule und Verein, stellte die finanziellen Fördermöglichkeiten durch das „Landesprogramm zur Förderung der Zusammenarbeit von Schulen und Sportvereinen“ vor. Es ist als Hilfe für den Einstieg in die Kooperationsarbeit gedacht und bietet eine Anschubfinanzierung für neue Kooperationen. Ab sofort können die neuen Anträge gestellt werden. Allerdings ist das Programm vermutlich nicht ausreichend mit finanziellen Mitteln ausgestattet, um allein Hessen beantragten Kooperationen sofort zu fördern. Der Antrag lohnt sich aber dennoch, da durch die Zurückführung zur Anschubfinanzierung jedes Jahr neue Kooperationen in die Förderung aufgenommen werden. Weitere Informationen sind unter http://www.sportjugend-hessen.de/Landesprogramm-Schule-und-Verein.551.0.html zu finden.

Lösungsansätze aus der Praxis
In den anschließenden drei Workshops, die von Dr. Frank Obst, Ursula Groth und der stellvertretenden Vorsitzenden Marion Polydore geleitet wurden, nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Sportvereinen und den verschiedenen Schulstufen die Gelegenheit, ihre spezifischen Erfahrungen auszutauschen.
Die Diskussionen in den drei Gruppen und der Erfahrungsaustausch waren sehr lebhaft.  Der Vergleich der Arbeitsergebnisse machte deutlich, dass viele mit denselben Probleme kämpfen: Für nachmittags entsprechende ÜbungsleiterInnen für die Kooperationssportangebote zu finden gestaltet sich sehr schwer. Die meisten ÜbungsleiterInnen können nur bedingt die Arbeitszeiten ihres Hauptberufs auf die Bedürfnisse der Schulen anpassen. Auch werden die Sporthallen nachmittags oft noch für den Schulsport benötigt und Zeiten sowie Räumlichkeiten sind nicht ausreichend vorhanden. Die finanzielle Ausgestaltung (zu wenig Geld – zu unsichere Finanzierung) wurde ebenfalls als Hemmnis genannt.

BuFDis oder FSJler
Durch die zahlreichen guten Praxisbeispiele konnten Problemlösungsvorschläge gesammelt bzw. erarbeitet werden. Dazu zählt insbesondere die Verbesserung der Betreuungssituation durch  die Einstellung von Menschen, die sich mehrere Monate bis ein Jahr lang im Bundesfreiwilligendienst oder im freiwilligen, sozialen Jahr, also als „BuFDis“ oder „FSJler“ in einem Sportverein oder einer Schule engagieren. Anstelle von Ganzjahresprojekten können Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen bei finanziellen und/oder personellen Problemen auch durch die Veranstaltung von  Sportschnuppertagen oder die Beteiligungen von Sportvereinen an Projektwochen gelebt werden. Ebenso gibt es Kooperationen mit individuellen Verhandlungslösungen. Hier werden zum Beispiel einzelne Sportprojekte der Schule teilweise oder anteilig durch die Eltern oder durch Fördervereine finanziert.
Sportkreisvorsitzender Hans Böhl und Vorstandsmitglied Ursula Groth dankten den TeilnehmerInnen und Referenten der Veranstaltung für ihre engagierte Arbeit, der Schulleiterin der Konrad-Adenauer-Schule Stefanie Philipp für die Gastfreundschaft und Tereza Meister, Leiterin der Schulmensa, und deren Azubis für die leckeren Häppchen und den hervorragenden Service in der Pause.

Marion Polydore


 
 
 
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