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veröffentlicht am 03.03.2017

Informationsaustausch "Schule und Verein"

Eine fruchtbare Veranstaltung für alle Teilnehmer

Informationsaustausch "Schule und Verein"
Anfang Februar 2017 veranstaltete der Sportkreis Main-Taunus eine Informationsveranstaltung zum Thema „Schule und Verein“. Sportkreisvorstandsmitglied Ursula Groth hatte entsprechende Veranstaltung organisiert, um die Kooperationen zwischen Sportvereinen und Schulen zum Ausbau der Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen weiter zu stärken und den Informationsaustausch über Fördermöglichkeiten zu ermöglichen. Sportkreisvorsitzender Hans Böhl eröffnete den Abend des Sportkreises Main-Taunus, der Anfang Februar 2017 in der Konrad-Adenauer-Schule in Kriftel stattfand. Herr Böhl beleuchtete die Auswirkungen, die die Verlängerung der Schulzeit auf die sportlichen Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen hat und die entsprechenden Folgen für die Sportvereine.

Sportstätten im Main-Taunus-Kreis
Ingrid Hasse, ehrenamtliche Kreisbeigeordnete erläuterte den zahlreichen Teilnehmern aus Schule und Verein die aktuelle Sportstätten Situation im Main-Taunus-Kreis. Der MTK betreibt 45 Schulsporthallen, welche in den vergangenen Jahren mit rund 50 Millionen Euro erneuert bzw. auch neu gebaut wurden. Daran haben sich natürlich auch die Kommunen stark beteiligt. Frau Hasse betonte, dass die Schulturnhallen von den Vereinen kostenlos genutzt werden dürfen und dies auch so bleiben wird. Dies zeigt auch wie sehr der Kreis die  Arbeit der Vereine zu schätzen weiß. Schulen sind schließlich nicht nur Lern-, sondern auch Bewegungsräume.
 
Landesprogramm Schule und Verein
Stephan Schulz-Algie, zuständig im Landessportbund Hessen für den Bereich Schule und Verein, stellte die Evaluation des Landesprogramms „Schule und Verein“ vor. Dabei verglich er die Ergebnisse aus Hessen mit denen des Main-Taunus-Kreises. Hier war zu sehen, dass eine erfolgreiche Umsetzung und Weiterführung des Landesprogramms vor allem finanzielle sowie personelle Hürden überstehen muss und dies auf ganz Hessen gleichermaßen zutrifft. Des Weiteren ging er auf das Programm „Sportarten im Ganztag“ sowie „Den Pakt für den Nachmittag ein“. Beim Programm „Sportarten im Ganztag“ ist zu erkennen, dass vor allem die Ballsportarten und Rückschlagspiele einen hohen Stellenwert bei Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen einnehmen. Hier gilt es auch andere Sportarten in den Schulen zu etablieren. Herr Schulz-Algie stellte zusammenfassend fest, dass nicht mehr die Frage ist, ob der Sport im Ganztag stattfindet, sondern wie er stattfinden soll.
 
Pakt für den Nachmittag
Uwe Zeyn vom Schulamt Groß Gerau und Main-Taunus-Kreis,  Sandra van de Weyer von der Lindenschule Kriftel und Susanne Lampe von der Regenbogenschule in Hattersheim gingen in ihrem Vortrag näher auf den Pakt für den Nachmittag ein. Herr Zeyn erläuterte den Teilnehmern das Ziel des Programms. Es sollen die Ressourcen vom Land und Schulträger gebündelt und Betreuungs- und Bildungsangebote von 7.30 – 17.30 Uhr ermöglicht werden. Frau Lampe und Frau van de Weyer verdeutlichten am Beispiel ihrer Grundschulen wie unterschiedlich der Pakt für den Nachmittag aufgrund von verschiedenen Voraussetzungen umgesetzt werden kann. Die Regenbogenschule in Hattersheim verfügt über eine eigene Sporthalle, welche die Lindenschule nicht besitzt. Dies hat zur Folge, dass sich das Nachmittagsangebot sehr verschieden aufbaut. Die Regenbogenschule kann Sportangebote in ihr Programm aufnehmen. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Lindenschule rein auf sprachliche sowie musische Angebote am Nachmittag. Auch das Betreuungsangebot am Nachmittag wird unterschiedlich gelöst. Dabei kooperiert die Lindenschule mit dem ortsansässigen Hort und bindet die Erzieher intensiv mit ein. Die Regenbogenschule arbeitet eng mit dem Schulkinderhaus zusammen. Wie zu erkennen ist, bietet der Pakt für den Nachmittag sehr viele Möglichkeiten für verschiedenste Schulkonzepte.
 
Lösungsansätze aus der Praxis
In den anschließenden drei Workshops, die von Stephan Schulz-Algie, Uwe Zeyn, Thorsten Wolf, Hanns Joachim Geiger und Reinhard Odey geleitet wurden, nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Sportvereinen und den verschiedenen Schulstufen die Gelegenheit, ihre spezifischen Erfahrungen auszutauschen.
Die Diskussionen in den drei Gruppen und der Erfahrungsaustausch waren sehr lebhaft.  Der Vergleich der Arbeitsergebnisse machte deutlich, dass viele mit denselben Probleme kämpfen: Für nachmittags entsprechende ÜbungsleiterInnen für die Kooperationssportangebote zu finden gestaltet sich sehr schwer. Die meisten ÜbungsleiterInnen können nur bedingt die Arbeitszeiten ihres Hauptberufs auf die Bedürfnisse der Schulen anpassen. Die Sporthallen werden nachmittags oft noch für den Schulsport benötigt und grundsätzlich sind nicht ausreichend Zeiten sowie Räumlichkeiten vorhanden. Die finanzielle Ausgestaltung (zu wenig Geld – zu unsichere Finanzierung) wurde ebenfalls als Hemmnis genannt.
 
 
Sportkreisvorsitzender Hans Böhl und Vorstandsmitglied Ursula Groth dankten den TeilnehmerInnen und Referenten der Veranstaltung für ihre engagierte Arbeit, der Schulleiterin der Konrad-Adenauer-Schule Stefanie Philipp für die Gastfreundschaft und Tereza Meister, Leiterin der Schulmensa, und deren Azubis für die leckeren Häppchen und den hervorragenden Service in der Pause.
 
 
 
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