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veröffentlicht am 28.02.2018

Landesprogramm Sport und Flüchtlinge

Kick-Off-Veranstaltung 2018 im Hessischen Landtag

Landesprogramm Sport und Flüchtlinge

Für das Landesprogramm 2018 liegen der Sportjugend Hessen bereits 121 Anträge vor. Die erste Bewilligung wurde von Innenminister Peter Beuth im Rahmen der Auftaktveranstaltung persönlich der Vertreterin der Stadt Kelkheim, Petra Bliedtner (Leiterin des Amtes für Jugend und Integration), überreicht. Anträge für das Landesprogramm 2018 können noch bis zum 30.04.2018 bei der Sportjugend eingereicht werden.
Informationen zum Landesprogramm "Sport und Flüchtlinge"
Bitte wenden Sie sich bei Fragen zum Landesprogramm an die Integrationskoordinatorin des Sportkreises: Kathrin Zimmermann, Tel. 06192 22957, E-Mail: info@sk-mtk.de (Foto: Kathrin Zimmermann)



Über 300 aktive Sport-Coaches helfen bei der Integration
Landesprogramm "Sport und Flüchtlinge": Kick Off 2018 in Wiesbaden

Das Landesprogramm "Sport und Flüchtlinge" steht bei den hessischen Kommunen weiterhin hoch im Kurs. Das sagte Innenminister Peter Beuth im Rahmen einer Kick Off-Veranstaltung für das Jahr 2018 im Hessischen Landtag in Wiesbaden. Dabei wurde bereits der erste Förderbescheid für 2018 des Landesprogramms in Höhe von 10.000,- Euro an die Stadt Kelkheim (Taunus) überreicht. Für das Jahr 2017 haben 244 Städte und Gemeinden eine Landeszuwendung in einer Gesamthöhe von rund 1,7 Millionen Euro erhalten. Dabei waren hessenweit 310 Sport-Coaches im Einsatz. Für die Jahre 2018 und 2019 stehen jeweils 2,4 Millionen Euro zur Verfügung.

"Im vergangen Jahr haben 310 größtenteils Ehrenamtliche bei der Intergration von Flüchtlingen geholfen. Sie haben eine Willkommenskultur geschaffen und das Landesprogramm mit Leben gefüllt. Auch die Sportjugend Hessen, der Landessportbund Hessen und die Sportkreise leisten seit Jahren einen wesentlichen Beitrag für das Gelingen des Landesprogramms und tragen dafür Sorge, dass Fremdheit, Vorurteile und Ressentiments durch den Sport weiter abgebaut werden. Hierfür danke ich allen Beteiligten", sagte Innen- und Sportminister Peter Beuth.

Sport-Coaches als Netzwerker
Das Lnad biete den hessischen Städten und Gemeinden mit dem Programm einen unkomplizierten Weg an, um Flüchtlinge über den Sport zu integrieren. Sport-Coaches fungieren dabei als Bindeglied zwischen Kommunen, Vereinen und Flüchtlingen. "Sie sind die zentralen Türöffner zu den Vereinen sowie kompetente Ansprechpartner in allen Fragen und koordinieren Aktivitäten, um Flüchtlingen den Weg in die Sportvereine zu ebnen. Die hohe Resonanz unterstreicht, wie wichtig ein solches Projekt ist. Mit dem Förderprogramm tragen wir einen Teil dazu bei, dass Intergration im und durch den Sport erfolgreich ist und Schutzsuchende in unserer Gesellschaft angenommen und einbezogen werden. Für die Zukunft wird es deshalb eine Weiterentwicklung des Landesprogramms geben, damit das Netzwerk der Sport-Coaches weiter gestärkt und die Nachhaltigkeit des Programms gewährleistet wird", so der Sportminister.
Dem kann Behzad Borhani, Vorstandsmitglied der Sportjugend Hessen, nur zustimmen: "Wir als Sportjugend Hessen freuen uns sehr über das, was wir gemeinsam und miteinander bisher erreicht haben. Der Start ist gelungen. Nun gilt es, die Teilhabemöglichkeiten für Geflüchtete zu vermehren. Flüchtlinge müssen die Möglichkeit bekommen, sich aktiv einzubringen. Das wird unser Ziel in den nächsten Jahren sein." Dazu wurden bereits Ideen gesammelt, die es nun in der Praxis umzusetzen gilt.

Integrationskoordinatoren als Partner
Ale einen wichtigen Baustein in der sozialen und integrativen Arbeit des Sports sieht Frank Eser, Referatsleiter Integration bei der Sportjugend Hessen, das Landesprogramm. Innerhalb der Sportstrukturen habe sich "Sport und Flüchtlinge" etabliert und gut entwickelt. Zusätzlich gibt es in fast allen Sportkreisen Integrationskoordinatoren, die den Sport-Coaches als Partner vor Ort beratend zur Seite stehen.

Mittlerweile finden sich Beispiele für die gelungene Intergration von Flüchtlingen in fast allen Sportarten. Sowohl in den großen Ballsportarten wie Fußball, Handball, Volleyball oder Basketball, als auch im Turnen, in der Leichtathletik oder in verschiedenen Kampfsportarten gibt es erfolgreiche Projekte der Sport-Coaches. Aber auch Gesundheitssportangebote wie Fitnessprojekte oder Rückenschule werden unterbreitet und angenommen. Eine große Nachfrage erleben zudem Schwimm- und Fahrradangebote. Auf diese Erfolge und Erfahrungen will das Landesprogramm weiterhin aufbauen.

Text und Fotos: Hessisches Ministerium des Innern und für Sport, Sportjugend Hessen





 
 
 
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