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veröffentlicht am 01.02.2019

Wann beginnt und endet die Aufsichtspflicht des Übungsleiters?

Fortbildung Aufsichtspflicht und Kindeswohl im Sport am 31.08. in Hofheim

Wann beginnt und endet die Aufsichtspflicht des Übungsleiters?

Beginn und Ende der Aufsichtspflicht

Diese Standardfrage muss jedem Übungsleiter vertraut sein. Die Aufsichtspflicht beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem der Verein die Verantwortung für die Minderjährigen übernimmt und sie endet, wenn die Minderjährigen den Verantwortungsbereich des Vereins verlassen haben. Maßgebend ist dabei auch die mit den Eltern getroffene Vereinbarung.
Beispiel: Die Übungsstunde beginnt montags um 17.00 Uhr und endet um 18.30 Uhr. Die Kinder können bereits ab 16.45 Uhr die Halle zum Umkleiden betreten. Das Duschen und Umziehen nach der Stunde nimmt in der Regel noch ca. 20 Minuten in Anspruch. Damit beginnt die Aufsichtspflicht - zunächst des Vereins - um 16.45 Uhr und endet, wenn der letzte Sportler die Halle verlassen hat.

Es ist Sache des Vereins, die Aufsichtspflicht während des gesamten Zeitraums sicherzustellen, den Übungsleiter entsprechend anzuweisen und für ausreichendes Aufsichtspersonal zu sorgen.
Diese grundsätzliche Regelung muss auch den Eltern der Minderjährigen bekannt gegeben werden.

Weitere Informationen zur Aufsichtspflicht finden Sie auf den Seiten des lsbh-Vereinsberater

Fortbildung "Aufsichtspflicht und Kindeswohl im Sport" am 31. August 2019 in Hofheim

Umfassend informiert werden Sie auch auf unserer Fortbildung am 31. August 2019 in den Räumen des TV Hofheim. Wir stellen uns dort die Frage: Wie verhalte ich mich als Übungsleiter/in oder Betreuer/in von Kindern und Jugendlichen im Spannungsfeld zwischen pädagogischen und rechtlichen Anforderungen?
Wir wollen uns die wichtigsten rechtlichen Grundlagen zur Aufsichtspflicht und zum Jugendschutz aneignen, sie mit unseren persönlichen Er­fahrun­gen abgleichen und so Handlungssicherheit für unseren sport­prak­tischen Alltag in der Sporthalle, aber auch bei Trainingslagern und Ferien­freizeiten gewinnen. Die Seminarteilnehmer werden auch für das Thema „Kindes­wohlgefährdung und sexuelle Gewalt“ sensibilisiert. Ziel ist es, ein Gespür für vorhandene Gefähr­dungen zu entwickeln, die Wahrneh­mung für Grenzverletzungen zu schärfen und so eine Vereins­atmosphäre zu schaffen, in der offen über Kinderschutz und Sexualität und die Gefahren im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt gesprochen werden kann und wird.
 
 
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