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veröffentlicht am 11.06.2019

Netzwerktreffen AK Sport und Gesundheit

Welche Möglichkeiten bietet das Präventionsgesetz?

Netzwerktreffen AK Sport und Gesundheit
Die Mitglieder des Arbeitskreises Sport und Gesundheit trafen sich im Mai in den Räumen des Sportkreises zur Planung des kommenden Jahres und Entwicklung neuer Ideen. Im Mittelpunkt stand diesmal die Diskussion über die Möglichkeiten und Chancen des Präventionsgesetzes.

Claudia Michels, 2. Vorsitzende des Sportkreises und Vorstand für den Bereich Bewegung und Gesundheit begrüßte die Mitglieder des Arbeitskreises Frau Madlen Overdick, 3. Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin, Frau Gundi Friedrich, Stv. Geschäftsbereitsleiterin Sportentwicklung im Landessportbund Hessen, Dr. Jürgen Scholz, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie in Hofheim, Herrn Reinhard Odey, Vertreter des Turngaus Main-Taunus, Frau Ursula Groth, Vorstand im Sportkreis für den Bereich Vorschule, Schule und Hochschule, Herrn Hans Böhl, Vorsitzender des Sportkreises, Kathrin Zimmermann, Servicestelle Sport und als Gast zum Thema Präventionsgesetz Sven Kiesewetter vom Gesundheitsamt des Main-Taunus-Kreises.

Mit dem Ziel, viele, bisher nicht so sportaffine Menschen zu erreichen, hat der Sportkreis alle Netzwerkpartner (Ärzte, Apotheken, Physiotherapeuten, Seniorenberatungen, Rathäusen usw.) mit der Neuauflage des Wegweisers für Gesundheitssport beliefert. Bei diversen Veranstaltungen in diesem Jahr (4. Gelenktag in Bad Soden, Sporterlebnistag Inklusion, Selbsthilfetag usw.) ist der Sportkreis mit einem Infostand vertreten und macht mit dem Wegweiser für Gesundheitssport und dem neuen Flyer "Sport und Krebs" auf die vielfältigen Gesundheitssport- und Rehasportangebote der Vereine im Main-Taunus-Kreis aufmerksam.

Die im vergangenen Jahr angelaufene Vortragsreihe in Zusammenarbeit mit den Main-Taunus-Kliniken wird in diesem Jahr fortgesetzt. Beim ersten sportmedizinischen Vortrag am vergangenen Wochenende ließen sich 45 Teilnehmer von Evi Lindner - Projektleiterin "Bewegt bleiben" vom Landessportbund Hessen - über die positiven Auswirkungen von Sport in Prävention und Rehabilitation von Krebserkrankungen informieren. Stefan Teetz, leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik II (Gastroenterologie) im Krankenhaus Bad Soden, berichtete wie richtige Ernährung und Trinkverhalten die sportliche Leistung stabilisieren bzw. verbessern kann.Unter der Überschrift "Ich hab doch nur... 'nen Schnupfen!" beleuchtete Dr. med. Malte Stünckel, Oberarzt in der Medizinischen Klinik II im Krankenhaus Bad Soden; Sport-Kontraindikationen bei Erkältung bzw. grippalen Infekten, bei der Einnahme von Medikamenten, insbesondere Antibiotika, bei Hitze und hohen Ozonwerten. Der nächste sportmedizinische Vortrag wird am 31. August im Krankenhaus Bad Soden stattfinden.

"Mehr als 80 Millionen Euro liegen im Fördertopf zur Umsetzung des Präventionsgesetzes" weiß Sven Kiesewetter zu berichten. Zu den Aufgaben der Gesundheitsämter gehört nach dem Hessischen Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst (HGöGD) u.a. die Veranlassung und Koordination von Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung. Sven Kiesewetter und die Gesundheitsdezernentin des MTK, Madlen Overdick, informierten sich auf zahlreichen Veranstaltungen u.a. der HAGE, wie mit Hilfe des Fördertopfes neue Projekte im MTK initiiert werden könnten. "Die Fördervoraussetzungen stellen eine hohe Hürde für die Gebietskörperschaften dar. Die Krankenkassen erwarten von den Kommunen zur Förderung einzelner Projekte u.a. die Einbindung derer in eine kommunale Gesamtstrategie „Prävention und Gesundheitsförderung“, die mit dem vorhandenen Personal nicht so ohne weiteres umzusetzen ist“, erklärt Sven Kiesewetter. Anspruch auf Finanzierung einer Fachkraft zur Umsetzung von Präventionsangeboten (Präventionskoordinator/-in) über die Fördertöpfe des Präventionsgesetztes haben nur einige wenige Gebietskörperschaften in Hessen, wozu der Main-Taunus-Kreis leider nicht gehört.

Der Landessportbund Hessen e.V. stehe ebenfalls im Rahmen des Landesprogramms "SPORTLAND HESSEN bewegt" zur Förderung des Gesundheitssports in Hessen mit der hessischen Landesregierung und den Kostenträgern im Austausch, informiert Gundi Friedrich, um Förderprogramme im Bereich des Präventions-/Gesundheitssports anzustoßen. Der lsb h wird seine Mitgliedsorganisationen über Fördermöglichkeiten im Rahmen des Präventionsgesetzes informieren, sobald die Rahmenbedingungen konkreter gefasst werden konnten.

Text + Foto: Kathrin Zimmermann
 
 
 
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