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veröffentlicht am 28.06.2019

Versuchter Überweisungsbetrug bei Tennis 65 Eschborn

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Versuchter Überweisungsbetrug bei Tennis 65 Eschborn
HÖCHSTER KREISBLATT
FREITAG, 28.06.19

 

Bankmitarbeiter verhindert Betrug

Unbekannter wollte den Verein Tennis 65 Eschborn um einen vierstelligen Betrag bringen


Dieser Betrugsversuch hatte keinen Erfolg: Ein Mitarbeiter des Bankinstituts entlarvte die Unterschrift auf einem Überweisungsträger als Fälschung.

Eschborn. Sich einen Überweisungsträger nehmen, als "Kontoinhaber" die Kontonummer eines Vereins eintragen und dann den niedrigen vierstelligen Euro-Betrag kassieren: So hatte sich das ein Betrüger vorgestellt, der das Stück Papier bei der Taunus Sparkasse in den Briefkasten geworfen hat. Dieser Plan ging nicht auf - dank eines Mitarbeiters des Bankinstituts.
Opfer des Betrugs, der sich Anfang der Woche ereignete, wäre der Verein Tennis 65 Eschborn gewesen. "Wir sind total froh darüber, dass der Mitarbeiter so aufmerksam war", sagt Barbara Wehner-Krause, 1. Vorsitzende des Vereins. Die Bank rief sie am vergangenen Dienstag an und fragte sie nach dem Überweisungsträger. Wehner-Krause wusste sofort, dass da etwas nicht stimmen kann, weil der Verein Überweisungen nur über das Onlinebanking tätigt.

Den Ausschlag gegeben hat die Unterschrift, die der Bank-Mitarbeiter überprüfte. "Wir haben verschiedene Mechanismen, Überweisungsträger zu überprüfen", sagt Lars Dieckmann, Pressesprecher der Taunus Sparkasse. "Wir sind da sehr sorgfältig und schulen unsere Mitarbeiter regelmäßig." Er rät Kunden dazu, sehr vorsichtig mit den Daten umzugehen und zum Beispiel Briefe mit Kontonummern nicht einfach in den Müll zu werfen. Außerdem sei es wichtig, Kontoauszüge regelmäßig zu kontrollieren. Es seien vor allem Vereine und Firmen, die Opfer solcher Betrugsfälle werden, da ihre Kontodaten nun einmal öffentlich ersichtlich sind.

Wehner-Krause von Tennis 65 hat ihrer Bank mitgeteilt, dass sie generell keine beleghaften Überweisungen, also die in Papierform, von dem Verein annehmen soll. "Ein Onlinebanking zu knacken ist ja wieder ein anderer Mechanismus." In dem Fall vom vergangenen Dienstag hat sie Anzeige bei der Polizei erstattet und andere Vereine gewarnt.

Die Polizei ermittelt nun gegen den unbekannten Täter wegen versuchten Überweisungsbetrugs und versuchter Urkundenfälschung. Dass der Täter so ermittelt werden könne, sei allerdings eher unwahrscheinlich, sagt Polizeisprecher Johannes Neumann. "Das Konto, auf das der Betrag überwiesen werden sollte, gibt es zwar, aber die Erfahrung zeigt, dass man den Täter so nicht unbedingt findet." Er geht auch davon aus, dass an dem Überweisungsträger kaum noch Spuren zu finden sind. Im vergangen Jahr habe es im Main-Taunus-Kreis 13 Versuche von Überweisungsbetrug gegeben, 2017 seien es 14 gewesen, sagt Neumann. Urkundenfälschung komme häufiger vor, da hätten sich die Fälle von 90 im Jahr 2017 auf 100 im Jahr 2018 gesteigert.

Wer sich für Seminare zum Thema sicheres (Online-)Banking interessiert, kann sich bei Sicherheitsberater Peter Krissel von der Taunus Sparkasse Bad Soden unter (0 61 92) 20 76 10 melden. wal
 
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Dieser Betrugsversuch hatte keinen Erfolg: Ein Mitarbeiter des Bankinstituts entlarvte die Unterschrift auf einem Überweisungsträger als Fälschung.

Eschborn. Sich einen Überweisungsträger nehmen, als "Kontoinhaber" die Kontonummer eines Vereins eintragen und dann den niedrigen vierstelligen Euro-Betrag kassieren: So hatte sich das ein Betrüger vorgestellt, der das Stück Papier bei der Taunus Sparkasse in den Briefkasten geworfen hat. Dieser Plan ging nicht auf - dank eines Mitarbeiters des Bankinstituts.

Opfer des Betrugs, der sich Anfang der Woche ereignete, wäre der Verein Tennis 65 Eschborn gewesen. "Wir sind total froh darüber, dass der Mitarbeiter so aufmerksam war", sagt Barbara Wehner-Krause, 1. Vorsitzende des Vereins. Die Bank rief sie am vergangenen Dienstag an und fragte sie nach dem Überweisungsträger. Wehner-Krause wusste sofort, dass da etwas nicht stimmen kann, weil der Verein Überweisungen nur über das Onlinebanking tätigt.

Den Ausschlag gegeben hat die Unterschrift, die der Bank-Mitarbeiter überprüfte. "Wir haben verschiedene Mechanismen, Überweisungsträger zu überprüfen", sagt Lars Dieckmann, Pressesprecher der Taunus Sparkasse. "Wir sind da sehr sorgfältig und schulen unsere Mitarbeiter regelmäßig." Er rät Kunden dazu, sehr vorsichtig mit den Daten umzugehen und zum Beispiel Briefe mit Kontonummern nicht einfach in den Müll zu werfen. Außerdem sei es wichtig, Kontoauszüge regelmäßig zu kontrollieren. Es seien vor allem Vereine und Firmen, die Opfer solcher Betrugsfälle werden, da ihre Kontodaten nun einmal öffentlich ersichtlich sind.

Wehner-Krause von Tennis 65 hat ihrer Bank mitgeteilt, dass sie generell keine beleghaften Überweisungen, also die in Papierform, von dem Verein annehmen soll. "Ein Onlinebanking zu knacken ist ja wieder ein anderer Mechanismus." In dem Fall vom vergangenen Dienstag hat sie Anzeige bei der Polizei erstattet und andere Vereine gewarnt.

Die Polizei ermittelt nun gegen den unbekannten Täter wegen versuchten Überweisungsbetrugs und versuchter Urkundenfälschung. Dass der Täter so ermittelt werden könne, sei allerdings eher unwahrscheinlich, sagt Polizeisprecher Johannes Neumann. "Das Konto, auf das der Betrag überwiesen werden sollte, gibt es zwar, aber die Erfahrung zeigt, dass man den Täter so nicht unbedingt findet." Er geht auch davon aus, dass an dem Überweisungsträger kaum noch Spuren zu finden sind. Im vergangen Jahr habe es im Main-Taunus-Kreis 13 Versuche von Überweisungsbetrug gegeben, 2017 seien es 14 gewesen, sagt Neumann. Urkundenfälschung komme häufiger vor, da hätten sich die Fälle von 90 im Jahr 2017 auf 100 im Jahr 2018 gesteigert.

Wer sich für Seminare zum Thema sicheres (Online-)Banking interessiert, kann sich bei Sicherheitsberater Peter Krissel von der Taunus Sparkasse Bad Soden unter (0 61 92) 20 76 10 melden. wal

 
 
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