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veröffentlicht am 04.01.2021

Auf Prävention setzen - gerade in Corona-Zeiten!

Förderprogramm SPORTLAND HESSEN

Auf Prävention setzen - gerade in Corona-Zeiten!

Der Vereinssport ruht größtenteils, untätig sind Hessens Sportvereine aber nicht: Das zeigt die Zwischenbilanz, die der Landessportbund Hessen e.V. (lsb h) nun für sein Förderprogramm „Mehr Prävention für unser Sportland Hessen“ gezogen hat. Seit dem landesweiten Projektstart am 01. August 2020 haben sich 89 Sportvereine daran beteiligt. Sie alle eint ein Ziel: Sie wollen den Präventionssport in ihrem Verein auf- oder ausbauen. „Während der Corona-Pandemie zeigt sich einmal mehr, wie wichtig ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung ist. Denn sportliche Betätigung stärkt das Immunsystem, beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, verhindert Adipositas und tut nicht zuletzt der Psyche gut. Uns ist es deshalb wichtig, mit Vereinsangeboten auch solche Menschen anzusprechen, die bisher nur wenig körperlich aktiv waren“, verdeutlicht Ralf-Rainer Klatt, Vizepräsident Sportentwicklung des lsb h, die Intention des Projekts. 

Das Projekt wird vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport (HMdIS) gefördert und richtet sich an alle rund 7.600 hessischen Sportvereine, unabhängig davon, wie viel Vorerfahrung sie im Bereich Präventionssport mitbringen. Dabei unterstützt der Landessportbund die Vereine mit unterschiedlichen Leistungen. 

87 Anträge wurden bislang positiv entschieden. Sie kommen aus ganz Hessen, kleinere Einspartenvereine sind genauso vertreten wie Großvereine mit mehreren Tausend Mitgliedern. Für 20 Prozent der antragstellenden Vereine ist Prävention dabei absolutes Neuland. „Das Förderprogramm wirkt also durchaus als Initialzündung“, sagt Klatt. Außerdem freut er sich, „dass wir aus allen 23 Sportkreisen Anträge erhalten haben“. Die meisten kommen aus dem Main-Kinzig-Kreis (10) gefolgt von den Sportkreisen Region Kassel sowie Darmstadt-Dieburg (je 9).  

Bis jetzt wurde im Rahmen des Programms die Ausbildung von 53 Übungsleiter/innen B „Sport in der Prävention“ gefördert: Hierbei übernahm der Landessportbund 50 Prozent der Ausbildungskosten. Jeweils 50 Euro wurden für 19 Vereine bewilligt, die ein Präventionssportangebot über die Serviceplattform SPORT PRO GESUNDHEIT zertifizieren lassen. „Die Zertifizierung ist nicht nur ein wichtiger Qualitätsnachweis, sie ermöglicht es den Teilnehmenden der Angebote auch, entstehende Kursgebühren von der Krankenkasse erstatten zu lassen“, erklärt Klatt. Für alle Vereine, die sich mit Zertifizierungen, Präventions-Ausbildungen und Co. noch nicht so gut auskennen, besteht die Möglichkeit, ein Servicepaket mit Informationen zum Thema anzufordern. Davon machten bisher 70 Vereine Gebrauch. Ebenso viele bestellten ein Paket für die Öffentlichkeitsarbeit, das Plakate, Postkarten und vorbereitete Texte enthält, mit denen Vereine ihre Angebote bewerben können. 

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Nächster Termin für eine geförderte Ausbildung Übungsleiter/innen B "Sport in der Prävention": 6./7. Februar in Frankfurt

Geförderte Fortbildung "Alltags-Fitness-Test Praxis-Programm am 28. März in Hofheim
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Besonders gut kam das sogenannte Starterkit an: Es enthält Kleingeräte wie Thera-Bänder oder Pylonen, die beim Präventionssport zum Einsatz kommen können. 78 solcher Pakete hat der Landessportbund inzwischen versendet. „Vielen Dank für die vielen Materialien und Informationen, eine super Aktion des Landessportbundes. Die Materialien kann ich gut in meine Stunden einbauen“, schreibt die Vertreterin eines Vereins aus dem Odenwald dazu. „Mit großer Freude durfte ich am Freitag das tolle Servicepaket Prävention entgegennehmen und möchte mich auf diesem Weg für die vielen praktischen Handsportgeräte bedanken. Die kann ich für meinen hoffentlich im Januar beginnenden Rückenkurs bestens gebrauchen“, heißt es in einer anderen Mail. 

Dass der Rückenkurs im Januar starten kann, scheint derzeit leider unwahrscheinlich. „Es stimmt uns aber sehr positiv, dass die Übungsleitenden und Vereinsverantwortlichen in dieser schwierigen Phase nicht resignieren, sondern sich aktiv darüber Gedanken machen, wie sie ihr Angebot perspektivisch weiterentwickeln können“, so Klatt. 
Wo die Vereine weiteren Unterstützungsbedarf sehen, hat der Landessportbund im Rahmen einer Projekt-Evaluation ebenfalls gefragt. Neben dem Wunsch nach wohnortnahen Fortbildungen und mehr Austausch sind es vor allem zwei Dinge, die den Vereinen Kopfzerbrechen bereiten: Die Akquirierung neuer Übungsleiter/innen sowie knappe Raumkapazitäten. Neben dem Landessportbund sind also auch die politischen Entscheidungsträger gefragt: „Ausreichend und passend ausgestattete Sportstätten sind eine wichtige Gelingensvoraussetzung für guten Präventionssport – und damit auch für eine gesunde Gesellschaft“, richtet sich Ralf-Rainer Klatt an die Entscheider auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. 

Das Förderprogramm läuft noch bis zum 31. Dezember 2021. Mehr Informationen azu gibt es hier: yourls.lsbh.de/praeventionssport
 

 

 
 
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