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veröffentlicht am 04.11.2022

Fachübergreifende Fortbildung

Yoga-Elemente in der Kurspraxis - Der Sonnengruß

Fachübergreifende Fortbildung
Die positive Wirkung von Yoga auf die Beweglichkeit, Kräftigung der Stützmuskulatur und auf das allgemeine Wohlbefinden ist inzwischen unbestritten. Daneben kann sich Yoga in Verbindung mit Meditation und Entspannung bei stressbedingten Symptomen wie Rückenbeschwerden oder Migräne schmerzlindern auswirken. Diese Ansätze sinnvoll und kompetent in das eigene Kurs- und Sportangebot einzubeziehen war Ziel der Fortbildung, die am 30. Oktober 2022 von 10:00 bis 17:00 Uhr in der Gymnastikhalle des TV 1860 Hofheim in Hofheim stattfand.

In der Vorstellungsrunde zu Beginn des Kurses wurden neben den Erwartungen auch die ausgeübten Sportarten der Teilnehmer/innen erfragt. Diese kamen aus verschiedenen Bereichen, u.a. Yoga und Pilates, Fitnessgruppen oder Seniorensport-Gruppen. Die Referentin Michaela Rettig ist eine sehr erfahrene Yoga-Lehrerin und –Ausbilderin mit eigenem Zentrum in Hofheim. Sie erläuterte kurz die Ursprünge des Yoga aus der indischen Philosophie – für die Menschen der westlichen Welt stehen die Körperübungen meist im Vordergrund. Wichtig beim Yoga ist es, dass es nicht um höher, weiter, schneller geht.  Yoga passt sich dem Teilnehmer an, nicht umgekehrt – es ist ein Übungsweg, um individuelle Entwicklungsschritte zu machen. 

Der Sonnengruß ist eine Abfolge von Asanas (Einzelübungen), die dynamische im Atemfluss praktiziert werden. Es gibt unterschiedliche Varianten des Sonnengrußes, allen gemeinsam ist, dass er sich sehr gut eignet, um den Körper auszuwärmen und zu mobilisieren. Bei der Fortbildung wurde der Sonnengruß A intensiv vermittelt und die einzelnen Asanas (hier insgesamt 15) nacheinander gezielt erarbeitet und geübt. Das ausführliche Skript mit Fotos der einzelnen Übungen und der Möglichkeit zu eigenen Notizen war für die Teilnehmer/innen in der Erarbeitungsphase hilfreich .Es wurde in wechselnden Zweiergruppen gearbeitet und sich gegenseitig korrigiert. Michaela Rettig wies dabei auf Fehlhaltungen (z.B. Kopf, Nacken, Rücken, Hand oder Fuß) und die richtige Korrektur im Einzelfall hin – letzteres ist besonders wichtig für den späteren Übungsleiter-Einsatz vor der Gruppe oder an Teilnehmer/innen. Während der Übungen gab es viele praxisorientierte Tipps für den Aufbau einer Yoga-Einheit und auch die richtige Atmung beim Yoga. Diese unterscheidet sich von anderen Körperübungen, da es sich um eine reine Nasenatmung handelt. Besonderer Wert wurde auf den gesundheitlichen und therapeutischen Ansatz gelegt.

Nachdem viele Einzelaspekte und die Asanas erarbeitet und besprochen worden waren, wurde ein kompletter Flow jeweils in Zweiergruppen geübt: ein Teilnehmer sagte an (Atmung und Haltung), der andere versucht zu folgen – dann erfolgte der Wechsel. Michaela Rettig hat aufmerksam die Übungen beobachtet und bei Bedarf korrigierend eingegriffen. Zum Ende des Kurses gab es dann noch einen Ausblick auf den Ablauf von Sonnengruß B sowie Yoga-Stretch, das sich gut zum Cool-Down eignet.

Insgesamt lässt sich sagen, dass diese Fortbildung ein voller Erfolg war. Michaela Rettig hat sehr motiviert ihr umfangreiches Wissen vermittelt und ging auf die Fragen der Teilnehmer/innen (auch in den Pausen) intensiv ein. Das Seminar war gut strukturiert und hat alle wirklich begeistert und abgeholt, so dass der Wunsch nach einer Fortsetzung mit anderen Schwerpunkten zu einem späteren Zeitpunkt geäußert wurde.

Nicht zuletzt die guten Bedingungen beim TV 1860 Hofheim haben zum guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen – herzlicher Dank an die Gastgeber und ihr hilfsbereites und freundliches Team.

Text: Ursula Groth
Fotos: Sabine Klein
 

 

Bildergalerie

Yoga-Elemente in der Kurspraxis - Der Sonnengruß 30.10.22

Referentin Michaela Rettig begeisterte am 30.10. Übungsleiter/innen und Trainer/innen mit praxisorientierten Tipps, wie das Yoga-Element Sonnengruß in das eigene Sportangebot einbezogen werden kann. Besonderen Wert legte sie dabei auf einen therapeutischen und gesundheitsorientierten Ansatz.

Fotos: Sabine Klein

 

 
 
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