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veröffentlicht am 11.01.2023

Lu-Röder-Preis

Auszeichnung für besonderen Einsatz für Frauen

Lu-Röder-Preis

Seit 1988 verleiht der Landessportbund Hessen (lsb h) jedes Jahr den Lu-Röder-Preis. Ausgezeichnet werden Frauen, die sich überregional für die Förderung von Frauen im organisierten Sport einsetzen. Im Verein, Sportkreis oder Verband – beispielsweise durch die Übernahme von Führungspositionen, sportpolitisches Engagement oder den Aufbau eines sozialen Projekts. Wer sich auf die aktuelle Ausschreibung bewerben möchte, muss seine Unterlagen zusammen mit einem Empfehlungsschreiben des zuständigen Sportkreises oder Verbandes beim Landessportbund Hessen (lsb h) einreichen. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2023.

Erstmals verliehen wurde der Lu-Röder-Preis im Jahr 1989. Seitdem wurden auf 34 Verleihungsveranstaltungen insgesamt 43 Preisträgerinnen ausgezeichnet. Seit 2018 gibt es zwei Kategorien – „Engagierter Nachwuchs“ (dotiert mit 1.000 Euro) und „Vorbild/Lebenswerk“ (1.500 Euro). Der Preis erinnert an eine Frau, die zwischen 1973 und 1987 dem lsb h-Präsidium angehörte. Zu einer Zeit, als es eine Seltenheit war, dass Frauen in Führungspositionen Verantwortung übernahmen.

Lu Röder (1921–1987) war Vordenkerin und kämpfte unermüdlich – auch in vielen anderen Ämtern – für Strukturen, von denen Frauen nachhaltig profitiert haben. Sie setzte sich einerseits für das selbstbestimmte Sporttreiben von Frauen ein und ermutigte Frauen andererseits, Führungspositionen im Sport zu übernehmen. Dafür entwickelte das langjährige Mitglied der TG Darmstadt Konzepte und Qualifizierungsmaßnahmen.

Wie wichtig das besondere Engagement von Frauen für Frauen ist, verdeutlicht lsb h-Präsidentin Juliane Kuhlmann: „Sie leisten nicht nur wertvolle Basisarbeit, sondern sind auch Vorbilder für Frauen, die bislang nicht den Mut hatten, sich selbst im Sport zu engagieren.“ Wie wichtig dieses Engagement ist, untermauert die erste hessische Sportchefin mit einem Blick auf das Geschlechterverhältnis im organisierten Sport. „Keiner unserer 23 Sportkreise hat eine Frau als Vorsitzende, auf Vorstandsebene sind von 68 Mitgliedern nur 19 weiblich.“ Auch in den Verbänden und Vereinen seien Frauen in Führungspositionen weiterhin deutlich unterrepräsentiert. „Deutschlandweit betrachtet hat nicht einmal jeder fünfte Verein eine Vorsitzende. Nur etwa ein Viertel der Vereine haben einen Vorstand, der mindestens zur Hälfte aus Frauen besteht“, mahnt Kuhlmann.

Die Bewerbungsformulare finden sich online: yourls.lsbh.de/luroederpreis. Alternativ können sie im lsb h bei Ute Hoyer per E-Mail (uhoyer@lsbh.de) angefordert werden.

 
 
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